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Montag, 18. Oktober 2010

nur nichts überstürzen...v.a. nicht am Wochenende

Also dass das Leben hier in Laos einen gemächlicheren Gang geht, merkt man ziemlich schnell und es ist erschreckend wie schnell man sich dieser Gangart anpasst - keine Ahnung wie das wieder zurück in Deutschland werden soll - Pünktlichkeit, stapelweise Arbeit die sofort erledigt werden muss, Ampeln, Verkehrsregeln, Fahren auf der richtigen Strassenseite und am besten auch noch mit Licht, keine Ausreden, weil es mal wieder keinen Strom oder Internet gab und kein Abendessen am Mekong. Aber gut noch sind es ja ein paar Monate in diesen paradisischen Umständen.
Dieses WE haben Katja und ich uns mal so richtig im Nichtstun versucht und es hat erstaunlich gut funktioniert. Samstag natürlich erstmal ausschlafen, dann kurz den Fernsehr an, weil das Wetter ist zu bewölkt zum Fotografieren, dann auf den Weg ins Utopia machen, um dort nen leckeren Eiskaffee mit Blick auf den Fluß zu schlürfen und im Internet zu surfen. Ja, im Internet - nur das Internet mochte mal wieder nicht, also weiter in den nächsten Laden - dort nen Mango-Shake bestellt - oh sorry internet didn't work the whole day. Na gut, dann halt die Leute auf der Strasse beobachten, langsam auf den Weg Richtung Abendessen am anderen Flussufer machen und den Tag bei nem Drink in unseren Lieblingsbar ausklingen lassen.

Sonntag gleicher Anfang, dann Flyer für unsere BBQ Party designen, Nudelsuppe essen gehen, a bisserl an der Hauptstrasse entlang spazieren, auf der Bank sitzen und wieder Leute beobachten.... dann wurden wir etwas zu übermütig und wollten die 320 Stufen auf den Mount Pousi hochsteigen - naja was soll ich sagen - das ist bei der Hälfte auf der Bank geendet mit den Worten: das können wir auch noch nächste Woche bei besserer Sicht machen. Dann kam noch der krönende Abschluss dieses Wahnsinns-Wochenendes - wir haben uns den Roller geschnappt und sind zu einem Tempel oberhalb der Stadt gefahren - von dort hat man einen tollen Blick, aber man hätte sich vorher mal über die Öffnungszeiten informieren sollen - denn als wir wieder fahren wollten, mussten wir feststellen, dass uns die Mönche eingeschlossen hatten. Das ist mir doch auch noch nicht passiert und wir mussten nen Mönch bei seinem Abendgebet stören, dass er uns bitte wieder aufschließt - aber es war ok für ihn - er hatte nur einfach übersehen, dass da noch ein Roller steht.

Also hier in dieser Stadt kann man das Nichtstun in Perfektion erlernen und das Tolle ist - keinen stört es, weil jeder macht es so ;-)

Montag, 27. September 2010

Zeitreise zu den Akha

Dieses Mal gings nicht nur in den Norden Laos, sondern an einen weiteren Rand der Scheibe und gefühlte 100 Jahre in der Zeit zurück - unser Ausflug hat uns zu den Akha in Nordlaos geführt. Diese Volksgruppe stammt ursprünglich aus dem Süden Chinas und ihre Sprache hat dementsprechend keine Gemeinsamkeit mit dem Laotischen, nachdem ich aber bisher auch noch nicht nennenswert laotisch spreche, war das dann auch schon egal. Die Region zählt zu einer der ärmsten des Landes und viele Dörfer sind trotz massiver Abholzung und Brandrodung der Berghänge für den Reisanbau immer noch auf das World Food Programm angewiesen. Es war mehr als schockierend zu sehen wie die Berge teils bis ganz nach oben abgeholzt waren und durch Erosion ganze Hänge abgerutscht waren, aber auch hier im hohen Norden von Laos macht der immense Rohstoffhunger der Chinesen nicht halt und die zunehmende Bevölkerung tut ihr übriges. Durch den Mountain Rice waren die Hänge aber trotzdem grün und man konnte doch auch oft einfach die überwältigende Bergkulisse bestaunen.


Nachdem die Chinesen in Laos ja lieber Staudämme bauen, als Geld für sinnvollere Dinge zu investieren, wie z.B. den Strassenbau, hat unsere Fahrt dann auch schlappe 8 Stunden gedauert und unsere Bandscheiben wurden über Stunden gefährlich auf die Probe gestellt. Zum Glück gings dann das letzte und schlimmste Stück mit den Jeeps von der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) weiter. Das Dorf ist eines von vielen in der Gegend, die durch Tourismus eine Alternative zum Opiumanbau bekommen sollen, weshalb wir dieses Projekt unter anderem zusammen mit der UN machen. Bei uns ist es Teil des Fair Trek Programms und hier sollen vor allem Voluntäre für mehrere Wochen ins Dorf kommen und entweder die Dorfbewohnern im Alltag begleiten, oder z.B. beim Bau einer Schule helfen - natürlich kommen aber auch ganz “normale” Touristen für einige Tage im Dorf wohnen, aber das wird wohl jetzt am Anfang noch eher die Ausnahme sein.
Nach einer dreiviertel Stunde Fußmarsch waren wir dann endlich vor Einbruch der Dunkelheit da und haben das Dorf durch das magische Tor und damit auch eine andere Zeit betreten. Dann gings gleich zu unserem Antrittsbesuch beim Dorfältesten und Dorfchief, was sich nach dem nächtlichen Regen einfacher anhört als es war, denn als Europäer sieht das mit dem durch den Matsch, Kuhschei... und Co die steilen Wege hoch und über wacklige Zäune klettern eher selten so flink und grazil wie bei den Akha aus. Aber wir habens zumindest ohne grössere Lacher und Blessuren geschafft. Dann wars auch schon dunkel und wir haben uns beim Dorfältesten in der zum Glück nicht so verrauchten Hütte wie in denen vorigen zum Abendessen getroffen. Das Problem ist, dass sie Akha ihre Feuerstellen im Haus haben und es da auch keine Öffnung geschweigedenn Abzug geben würde, weshalb die Augen nach 5 Minuten dunkelrot sind und man sich fühlt als hätte man nen ganzen Tag in ner Raucherlounge eines Flughafen verbracht.
Fürs Abendessen haben wir noch unsere Reste unseres viel zu üppigen Mittagessens mitgebracht und die Akha-Frauen haben das Ganze noch mit äußerst leckerem mountain-rice, Hühnchen in Ingwersauce, Gemüse, Leber,.... erweitert - äußerst lecker. Aber so einfach sind wir natürlich nicht davon gekommen - klar der Reisschnaps durfte natürlich nicht fehlen und nachdem immer paarweise, also 2,4,6 usw getrunken wird und nicht trinken sofort entdeckt wird, war das alles andere als ein Ponyhof. Vor allem waren da ein paar Flaschen dabei, die’s echt insich hatten und der Geschmack erinnert jetzt auch eher an Spiritus, als an das, was man bei uns so als Verdauungsschnaps normalerweise trinken würde. Aber gut, wir waren ja bei den Akha und nicht in Schuhmann’s Bar.
Für die Nacht haben sie uns dann handgemachte Matratzen auf dem Boden ausgerollt und dazu ebenfalls handgemachte Kopfkissen und Decken gegeben, was am Ende gar nicht mal so unbequem war. Nachdem die Akha aber anscheinend keine Langschläfer sind und die ersten schon gegen 3 oder 4 Uhr morgens anfangen Reis zu stampfen, Tiere wahlweise zu füttern oder zu schlachten, wars dann auch für uns gegen 6 Uhr vorbei mit schlafen. Das Frühstück sieht eigentlich fast genauso aus, wie alle anderen Mahlzeiten, aber es gab zusätzlich noch sehr leckeren Kürbis und Rühreier mit Ingwer. Natürlich durfte auch morgens um halb sieben der überaus beliebte Reisschnaps nicht fehlen - bei uns Europäern hat sich die Begeisterung aber in Grenzen gehalten, nachdem auch hier gilt - nur einen trinken geht nicht. Als Krönung gabs dann noch für die Ehrengäste - also uns - die gekochten Köpfe der kurz vorher geschlachteten Hühner - zum Glück war's hier mal ok, dass wir die nur angeschaut und nicht gegessen haben.
Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich noch auf den Dorfberg klettern, von wo es angeblich einen tollen Ausblick über das Dorf und die Täler gibt. Nachdem es aber die ganze Nacht und auch dann als wir gerade losgelaufen sind geregnet hat, der Weg trotz Machete immer schwieriger zu erkennen war und es mit den Wolken eh keine Aussicht gegeben hätte, haben wir beschlossen diese Aktion auf ein andermal zu vertagen. Nachdem erstuanlicherweise alles heil unten angekommen waren, haben wir auch schon unsere Sachen gepackt und uns auf unseren holprigen und vor allem langen Heimweg gemacht. Auf dem Weg haben wir dann noch in zwei Nachbardörfern angehalten, wo wir natürlich auch wieder Schnaps trinken mussten und eine seltsame aber leckere Mischung aus Melone und Gurke essen mussten, bevor es dann langsam wieder Richtung Zivilisation ging

Samstag, 18. September 2010

Badefreuden im Wasserfall

Also Laos ist ja wirklich ein wunderschoenes Land, aber einen klitzekleinen Kritikpunkt gaebe es da doch - nix zum Baden, ausser dem Mekong und Co - die sind zwar eigentlich recht sauber, aber wer will schon in die braunen Fluten springen. Vor allem mit dem Wissen, das es da noch bis zu 3m lange Riesenfelse und anderes komische Getier gibt.
Die andere Option waere 10 Dollar fuer die Benutzung eines Hotelspools zu zahlen, oder in das komische Freibad zu gehen, von dem aber niemand so wirklich was weiss.
Nachdem auch die Katja - deutsche Freundin, die fuer eineinhalb Jahre hier bei einem Reiseveranstalter arbeiten wird - sich sehnlichst Abkuehlung gewuenscht hat, haben wir gestern beschlossen das Projekt Wasserfall in Angriff zu nehmen. Nachdem jede zweite Tour hier entweder zum Wasserfall, zu den Elephanten oder in ne Hoehle geht, muss sich das ja fast lohnen. Ich war dann nur froh, dass mein Mitbewohner verschlafen hat und ich nicht wie eiegntlich geplant, die 15km mit dem Fahrrad fahren musste - da haette ich dann nach den Anstiegen naemlich mehr als nur eine Abkuehlung im Wasserfall gebraucht :-)
Nach ca einer halben Stunde Fahrt, einer kuezen Bootsfahrt auf die andere Seite und diversen Kassenhaeuschen, haben wir ihn dann endlich im Dschungel erspaeht - den Wasserfall, eigentlich eher ein Fluss, der sich ueber unzaehlige Kaskaden den Weg durch den Dschungel in den Fluss sucht.
Dort war dann auch schon ein bunte Mischung aus Backpackern, laotischen Jugendlichen und ganzen Grossfamilien inklusive Picknick und noch mehr Beer Lao - ich werde demnaechst mal den Umsatz der Brauerei in Erfahrung bringen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich der sehen lassen kann, weil eigentlich gibt es sogut wie kein anderes Bier in Laos und die Laoten wie die Auslaender sind dem Gerstensaft nicht abgeneigt.


















Den Nachmittag haben wir dann ganz entpsannt beim Schwimmen und Sonnen in einem der becken des Wasserfalls verbracht und nachdem wir ja in Asien sind, kamen regelmaessig die Elephanten auch zum Baden in den Pool - andere Laender, andere Badegaeste.

Nachdem wir jetzt auch den letzten Kritikpunt an Laos geloest haetten, kann ja nichts mehr schief gehen....

Ausflug nach Nong Khiaw


Am Wochenende gings zu meinem ersten Ausflug in den Norden. In Nong Khiaw hat Tiger Trails eine kleine Office neben dem Restaurant von meinem Chef seiner Familie. Da konnte ich dann auch die 3 Tage schlafen - war zwar echt basic - einfaches Bett, Moskitonetz und Dusche mit der Schöpfkelle, aber keine Tierchen und damit absolut ok.
Die Landschaft da oben ist wunderschön, wie man hoffentlich auf den Fotos sehen kann ;-) Am ersten Tag hab ich zuerst mal die nähere Umgebung - natürlich mit Besichtigung einer Höhle - it’s all about caves, waterfalls and elephants here in Lao ;-)


Dann sind mein Chef, das australische Pärchen mit dem ich hochgefahren bin und ich auf ne kleine Offroadtour gegangen. Die wollten eine location für ein neues Projekt suchen, nachdems dann aber ziemlich zum regnen angefangen hat, wurde das ganze eher zu ner Adventure-Schlammfahrt. Aber alle wieder heil zurückgekommen, nur die Klamotten bedurften einer gründlichen Reinigung. Am nächsten Tag gings dann nach ewigem Hin und her flußaufwärts - dürfen Touristen mit einem kleinen Boot ohne Dach den Fluß hochfahren ???? nein sie dürfen nicht und auch wenn sie keine eigentlichen Touristen sind, so macht sie ihre Hautfarbe doch zu welchen. Naja dann haben wir halt ein Boot gechartert und los gings durch wunderschöne Berglandschaften.




Haben dann in nem kleinen Dorf Halt gemacht, die dort Tücher, etc weben und haben dann in unserem eigentlichen Zielort lecker gegessen und uns den Touriwahnsinn angeschaut. Echt kaum zu fassen, da ist man irgendwo hoch im Norden von Laos und es gibt trotzdem zig Guesthouses, Laundry-Services, Restaurants und Bars - und ne Dorfstrasse die ins Nichts führt. Aber Hauptsache gesponsored von der Asian Development Bank - so kann man das Geld auch zum Fenster rauswerfen, v.a. weil es in dem Ort nicht ein Motorrad geschweige denn ein Auto gibt.


Nachdem es dann schon langsam abend wurde als wir zurück waren, haben wir beschlossen doch nochmal ne Nacht zu bleiben und erst am nächsten Morgen zurück nach Luang Prabang zu fahren. Das hiess dann aber Abfahrt um 7 Uhr und nach 3 Stunden Autofahrt ins Büro.....

Das große Bootsrennen

Das große Bootsrennen
Kaum einen Tag gearbeitet, schon ein Feiertag. So ganz hab ich zwar noch nicht herausgefunden was der Hintergund des Festes ist, aber scheint keinen groß zu interessieren. Anscheinend hatte es früher einen religiösen Hintergund, wobei es heute vor allem dazu dient, dass sich die Dörfer untereinander. Diese Dörfer waren auch sehr zahlreich vertreten und es ging zu wie auf dem Oktoberfest - viele Menschen, viel Bier, viel Essen, und dann noch allerlei Vergügungen für die Kids, wie “Luftballon-Dart”,.... Wenn es nicht so ne Affenhitze gehabt hätte, wäre das Ganze auch echt toll gewesen, aber so, wars echt tötlich und Schattenplätze waren rar. Naja ein paar Rennen haben wir dann doch gesehen. Die Boote sind lang und schmal und es sitzen ca 30 Leute in einem und jeder hat so ein kurzers Paddel. Hinten im Boot stehen dann noch 3-4 mit längeren Paddeln, die aber dem Anschein nach nur zum Einsatz kamen, wenn das Boot hinten lag.


Am Abend haben wir dann noch gesehen, wie die armen Schweine nach stundenlangem rudern in der prallen Sonne auch noch ihre langen Boote durch die Strassen schieben mussten um sie wieder nach Hause zu bringen - naja das Leben ist halt auch in Laos kein Ponyhof.

Mittwoch, 8. September 2010

bye bye Germany - welcome to Asia

Auf einmal ist der letzte Abend angebrochen und es heisst Abschied nehmen von Regen, Kälte, Pünktlichkeit, Schweinebraten und natürlich meinen lieben Freunden und nachdem man aus seinen Fehlern meistens doch nicht lernt, hieß es mit nur 2 Stunden Schlaf in den Flieger steigen. Zum Glück waren beide Flüge fast leer und ich konnte es mir mit 4 Kissen und 3 Decken gemütlich machen.

Dann tauchten die in den ersten Sonnenstrahlen des Morgens glitzernden Reisfelder auf und am Horizont mein geliebtes Bangkok. Naja auf die Hitze und Schwüle hätte ich mit meinen 30kg Gepäck auch gut und gerne verzichten können, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert. Natürlich musste ich gleich den neuen Skytrain vom Flughafen in die Stadt austesten - Testergebnis: sehr empfehlenswert - schnell, günstig und garantiert ohne Stau. Die vier Tage in Bangkok gingen wie immer viel zu schnell vorbei - Essen gehen mit meinem Chef, Geburtstagsparty, Moonbar, Dim Sum essen, noch mehr Bier trinken und zwischendrin sightseeing - jetzt hab ich dann wirklich bald jeden der 400 Tempel in Bangkok gesehen ;-) Ansonsten ist Bangkok trotz immer noch andauerndem Notstand und gelegentlicher Bombenanschläge nach 3 Monaten wieder zum Alltag zurückgekehrt. Die Stadt ist sauberer denn je - wurde ja auch von 4000 Freiwilligen geschrubbt - angeblich aber vor allem Jugendliche die so schnell wie möglich ihre Shopping Malls zurück haben wollten. Ansonsten sind die Einschusslöcher übermalt - da könnte sich Eberswalde mal ein Beispiel dran nehmen und es wird wieder fleissig an den Garküchen gebruzelt.

Dann gings mit dem Nachtzug 12 Stunden Richtung laoticher Grenze - zum Glück sind die Schlafwagen in Thailand wirklich bequem und man bekommt sogar Abendessen und Frühstück wenn man möchte. Jetzt wars nur noch eine kurze Zugfahrt über den Mekong in die laotische Hauptstadt Vientiane. Zwar schimpft sich Vientiane Hauptstadt, aber es ähnelt eher einem verschlafenen Provinznest und man hat die ganze Stadt locker in einem Tag besichtigt. Dafür hatte ich den Luxus eines niegelnagel neuen Hotels mit kostenlosem WiFi - super endlich nach Tagen wieder richtigen Internetzugang. Am nächsten Tag stand mir dann die schlimmste Etappe meiner Anreise bevor - 10 Stunden durch die laotische Bergwelt auf einem Highway, der eher einer entlegenen Landstrasse ähnelt. Dieses Mal hatte ich aber das Glück mit einem fast echten VIP Bus zu fahren - naja das mit der Klimaanlage üben wir nochmal, wir wären fast geschmolzen. Ansonsten mussten wir bei dieser Fahrt nicht ständig um unser Leben fürchten wie bei der letzten. Bis auf einen Fast-Crash mit einem LKW und ein paar Erdrutschen konnten wir dieses Mal die Fahrt genießen. Ich hatte in Vientiane eine Schwedin kennengelernt und wir haben uns zufällig im Bus nach Luang Prabang wieder getroffen. Zwar sind wir nicht wie vorhergesagt um 16.30, sondern erst kurz nach 18 Uhr angekommen, aber dafür heil. Nachdem mich dann mein neuer Mitbewohner abgeholt hab, durfte ich zum ersten mal meine neue Luxusbleibe sehen - wir haben ein erst 4 Jahre altes Haus mit großem Wohnzimmer, Fernsehen (sogar english und Deutsche Welle) drei Zimmern mit jeweils eigenem Bad, grosse Küche, Waschmaschine und nochmal nem Outdoor-Badezimmer,.... das ist schon fast dekadent in einem der ärmsten Länder der Welt in so einem Luxus mit Putzfrau,.... zu wohnen. Aber gut, ich sag nicht nein ;-)
Ansonsten hab ich mich schon ganz gut eingelebt, es wohnt noch die vorherige Mitbewohnerin hier - dreimal dürft Ihr raten wo sie ihre Ausbildung gemacht hat - Eberswalde - diese Stadt verfolgt mich wohl bis an den Rest meiner Tage !!! Nachdem ich heut nochmal frei bekommen hab, weil mein Chef und auch mein Praktikumsbetreuer nicht da waren, konnte ich nochmal durch die Stadt schlendern und mich relativ erfolglos um Internet bei uns im Haus kümmern - naja mal schaun, wenns klappen würde wäre das eine Flatrate für 5 Euro im Monat !!!

bald ist es soweit

Jetzt ist es soweit, der Tag der Abreise ist zum Greifen nah und der Rucksack schon fast gepackt. Bis dahin war der ganz normale Wahnsinn des Auswanderns zu erledigen - zum Glück wusste ich dieses Mal schon im Voraus was alles auf mich zukommen wird und natürlich gings auch dieses Mal nicht ohne die eine oder andere Katastrophe aus. Da war es umso erstaunlicher, dass die Kündigung der Krankenkasse in 2 Minuten und ohne jede Unterschrift über die Bühne ging. Dafür musste ich eplus wochenlang hinterher telefonieren, da sie mittlerweile anscheinend so gefragt sind, dass man selbst an einem Dienstag abend um 23 Uhr zu hören bekommt: "aufgrund des erhöhten Anruferaufkommens, kann die Wartezeit länger als 4 Minuten dauer,.... bitte warten, bitte warten,.... da hätten wir wieder mal ein Paradebeispiel der Servicewüste.

Ansonsten ist es mir wieder einmal schleierhaft, warum diese to-do-Liste nicht kürzer, sondern von Tag zu Tag länger und der Geldbeutel immer dünner wird.